Von 1694 - 97 entstand an der Stelle der alten Vorgängerkirche die heutige Pfarrkirche St. Georg und Zeno. Der Kirchenneubau in der gegenreformatorischen Zeit (17. Jahrhundert) ist eine der bedeutendsten frühbarocken Kirchen der Innerschweiz.
Äussere Erscheinung
Die Pfarrkirche steht mitten im Dorf und prägt das Dorfbild. Der frübarocke Kirchenbau ist im Gegensatz der alten Kirche längs zur Talrichtung ausgerichtet. Der Grundriss ist ein Längsrechteck. Chor und Schiff der Kirche sind aussen nicht sichtbar, denn ein mächtiges Satteldach fasst sie zusammen. Auf beiden Langseiten gliedern sieben gleichmässig verteilte Fensterachsen den langgestreckten Bau. Einmalig ist der freistehende Turm in der Mittelachse der Kirche. Er wurde von der Vorgängerkirche übernommen. Eine dreiteilige Vorhalle verbindet die Kirche mit dem Kirchenturm. Durch diese Vorhalle ist der direkte Weg über den Friedhof vom Dorfplatz ins Hinterdorf möglich. Der Friedhof ist rund um die Kirche angelegt.
Innenraum
Als erstes fällt das reichlich einströmende Licht auf. Feierlich wirken das Weiss der Wände, die hohen Gewölbe und die weiss gefassten Stukkaturen.
Der Haupt- und die Seitenaltäre stehen im Mittelpunkt. Stukkateur Johann Jörg Hagenmüller aus dem Allgäu hat sie entworfen und mit schwarzem und grauem Stuckmarmor geschaffen. Die Altarbilder setzen einen farbigen Akzent. Das Hochaltargemälde "Maria Himmelfahrt" sowie die beiden Altargemälde "Anbetung der Könige " (linker Seitenaltar) und "Heilige Sippe" (rechter Seitenaltar) wurden vom Arther Kunstmaler Johann Balthasar Steiner gemalt. Die Deckenbilder - von P. Albert Kuhn entworfen - sind anlässlich der umfassenden Innenrenovierung 1895/96 angebracht worden. Die von Fritz Kunz gemalten Bilder zeigen Szenen aus dem Leben Jesu.
Aus der Bauzeit stammt das für eine Pfarrkirche auffallend reiche Chorgestühl. Die um 1700 angefertigte Schnitzerei enthält Ornamente der Spätrenaissance und des Frühbarocks. Dieses Werk dürfte von einheimischen Meistern geschaffen sein.
Der achteckige Taufstein wurde aus der alten Kirche übernommen. Er steht seit der letzten umfassenden Innenrestaurierung 1979 - 1981 rechts des linken Seitenaltars. Die Orgel samt Gehäuse wurde 1896 von der Orgelfirma Goll, Luzern eingebaut.
Quelle
André Meyer: Die Pfarrkirche St. Georg und Zeno in Arth SZ. (Schweizerische Kunstführer)