Pfarrer Francis berichtet von Afrika – Teil 4 «Die Vinzentinischen Mission in Ostafrika»
Die Vinzentiner Kongregation (Vincentian Congregation, VC) wurde im Jahr 1904 in Kerala, Indien, gegründet.
Pfarrer Francis,
Die Kongregation bezieht ihren Geist und ihren besonderen Charakter aus dem Leben und Werk des heiligen Vinzenz von Paul, dem Schutzpatron der Sozialarbeit der katholischen Kirche.
Das Motto der Kongregation lautet: «Er hat mich gesandt, den Armen die Frohbotschaft zu verkünden» (Lk 4,18).
Das besondere Ziel (Charisma) der Kongregation ist Evangelisierung. Es wird durch Exerzitien in Pfarreien, Missionsarbeit und durch karitatives, soziales und pädagogisches Apostolat verwirklicht. Im Jahr 1975 gingen zwei Vinzentiner nach Tansania; ihr Versuch eine Mission zu gründen war erfolglos. Vier Jahre später gingen zwei andere zum Bistum Mbeya, Tansania. Ihnen wurde eine Pfarrei mit 16 Mess-Zentren anvertraut.
Dann kamen noch mehrere Priester zu dieser Mission und weitere Pfarreien und Mess-Zentren wurden der Kongregation anvertraut. Jeder hatte Pfarreien mit 20 bis 40 Aussenstationen zu betreuen. Leider erlitt ein Mitbruder einen tödlichen Malariaanfall und ein anderer starb bei einem Autoumfall.
Im Laufe der Zeit gingen immer mehr Missionare zur Afrikamission und sie wurden auch von den Bischöfen Kenias und Ugandas eingeladen, in ihren Bistümern auch Missionsstationen zu errichten.
Die Ankunft von Pater Joseph K. Bil in der Ostafrika-Mission im Jahr 1992 beschleunigte die Missionsarbeit.
Pater Bil war ein bekannter Exerzitien-Prediger in Indien, Afrika und Europa. In Deutschland und in der Schweiz hat er oft gepredigt. Er starb im Jahr 2008.
Das Wachstum der Mission war recht stetig. In der Zwischenzeit wurden Vinzentiner Häuser errichtet, Priesterseminare für lokale Kandidaten gebaut, Gebets- und Exerzitien-Zentren gegründet und in Pfarreien werden regelmässig Exerzitien gepredigt. Seit 2021 arbeiten die Vinzentiner auch in Ruanda.