Pfarrer Francis berichtet von Afrika – Teil 8 «Meine Reisen in Uganda»
Am 12. Februar frühmorgens fliege ich von Nairobi nach Entebbe, Uganda. Eine kurze Sache: In 1 Stunde 15 Minuten landet das Flugzeug am International Airport Entebbe.
Pfarrer Francis,
P. Michael, mein Mitbruder, holt mich ab. In Uganda sind die Amtssprachen Swahili und Englisch. In Süd-Uganda sprechen die Menschen «Luganda».
In einer halben Stunde sind wir im ersten Missionshaus der Vinzentiner. Dort wartet eine kleine Gruppe tanzender und singender Frauen mit Blumen auf mich. Ich verteile ihnen Schokolade. In Uganda werden die Gäste oft mit Tanz und Gesang empfangen. In der Kirche St. Vinzent ist P. JK Bill, ein sehr bekannter Exerzitien-Prediger in Afrika und Europa, beerdigt.
Nach dem Frühstück fahren wir zu «Buganda», ein Dorf am Ufer des Viktoriasees. Dort landeten am 17. Februar 1879 die ersten katholische Missionare Ugandas – zwei Missionare der französischen weissen Väter. Die anglikanische Mission und der Islam hatten schon davor Uganda erreicht. Nun sind rund 85% der Gesamtbevölkerung Ugandas Christen: 39% römisch-katholisch, 32% anglikanisch. Dazu gibt es die Pfingstbewegung und andere Freikirchen. Fast 14% der Ugander sind sunnitische Muslime. Offiziell ist nur noch 0,1% der Bevölkerung Anhänger von traditionellen afrikanischen Religionen. Zudem gibt es eine kleine Gemeinde schwarzafrikanischer Juden mit etwa 750 Mitglieder.
Von Buganda fahren wir zum Denkmal «Operation Thunderbolt», Entebbe. Dies war eine militärische Befreiungsaktion der israelischen Sicherheitskräfte in der Nacht zum 4. Juli 1976 auf dem Flughafen von Entebbe in Uganda. Mit dieser Operation wurde die einwöchige Entführung eines Passagierflugzeugs der Air France durch Terroristen beendet. Das Flugzeug ist noch dort ausgestellt.
Am Nachmittag fährt mich P. Michael nach Jinja, um die Quelle des Nil zu besichtigen. Mit ungefähr 6650 km Länge ist der Nil angeblich der längste Fluss der Erde und hat seinen Anfang im nördlichen Teil des Viktoriasees. Er fliesst dann durch Tansania, Uganda, den Südsudan und den Sudan, bevor er in Ägypten in das Mittelmeer mündet.
Wir mieten ein Boot. Ein junger Mann fährt uns zur Quelle, wo man sprudelndes Wasser beobachten kann. Dann machen wir eine kurze Rundfahrt in den Anfangsteil des Nils, wo verschiedene Vogelarten zu beobachten sind. Nachher fahren wir zum vinzentinischen Exerzitienzentrum in Nsangi und dort darf ich übernachten.