Sarah Heeb

Pfarrer Francis berichtet von Afrika – Teil 9 «Meine Reisen in Uganda»

Equator (Foto: Pfarrer Francis)

Am 13. Februar fahre ich nach Mitemula, im Bezirk Masaka. Dort ist das Vinzentiner Knabenseminar.
Pfarrer Francis,
Ich darf mit den Seminaristen und anderen Mitbrüdern die Heilige Messe feiern. Die Priester dort führen eine Pfarrei mit vielen Aussenstationen. Ein Wohltäter unserer Kirchgemeinde Arth-Goldau hatte schon vor etwa zwei Jahren ein Auto für dieses Priesterseminar finanziert. In Uganda sind die meisten Autos aus Japan importierte Gebrauchtwagen. Wegen Covid, den damit verbundenen Verspätungen und wegen Schwierigkeiten am Zoll ist das Auto erst vor einer Woche – nach fast zwei Jahren – eingetroffen.
Nach dem Gottesdienst mit den Seminaristen darf ich den Toyota segnen und eine Rundfahrt im Campus machen.
Im Anschluss an das Mittagessen fahre ich nach Kabulassoke, zur nächsten Missionsstation. Auf dem Weg überqueren wir den Equator in Uganda. In Kabulassoke ist ebenfalls ein Exerzitienzentrum.
Dort werde ich mit Tanz und Gesang empfangen. Nach einer Kaffeepause fahren wir weiter nach Kayunga «Boys-home». Dort leben etwa 80 Buben aus armen Familien, die die Schule besuchen. Ich darf dort übernachten. Zum Abendessen bin ich in ein Restaurant eingeladen.
Der 14. Februar ist ein sehr intensiver Tag. Unsere Fahrt beginnt schon um 5 Uhr. Unterwegs in Nsangi frühstücken wir und fahren nach Namugongo, um die Basilika der Märtyrer von Uganda zu besuchen.
Im Jahr 1886 wurden in Namugongo 14 der 22 Uganda-Märtyrer um den Heiligen Karl Lwanga auf Befehl des Königs Mwanga lebendig verbrannt. Dies weil sie sich geweigert hatten, ihrem christlichen Glauben abzuschwören. Am 6. Juni 1920 sprach Papst Benedikt XV. die Uganda–Märtyrer selig und am 8. Oktober 1964 wurden sie durch Papst Paul VI. heilig gesprochen. Die Basilika, das heutige Heiligtum, wurde nach Plänen des Schweizer Architekten Justus Dahinden errichtet. Ausführender Bauingenieur war das Schweizer Büro Stucki Hofacker. Der Rundbau mit einem Durchmesser von 30 Metern und 22 Säulen hat die Form einer afrikanischen Hütte. Der Bau wurde 1967 begonnen und 1975 offiziell eröffnet. Nach dem Mittagessen im Missionshaus Entebbe fahre ich zum Flughafen. Mein Aufenthalt in Uganda geht zu Ende, nächstes Ziel Tansania.
=> Fortsetzung folgt
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