Pfarrer Francis berichtet von Afrika – Teil 10 «Tansania»
Am 14. Februar, um 14.50 Uhr fliege ich von Entebbe, Uganda nach Kilimandscharo, Tansania.
Pfarrer Francis,
Auf dem Flug macht der Pilot die Passagiere auf den Berg Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, aufmerksam. Er ist ein Bergmassiv im Nordosten Tansanias und sieht von oben wie ein Gugelhupf aus.
Am Flughafen holen mich meine Mitbrüder ab und fahren mich zu ihrer Pfarrei Weruweru, ca. 45 km entfernt von Flughafen. Es ist schon später Nachmittag und meine Mitbrüder zei-gen mir ihre Pfarrei und die Umgebung. Sie haben zusätzlich zwei kleinere Pfarreien zu betreuen. Ein bisschen Sightseeing muss sein, also fahren wir am nächsten Tag nach Chemka Hotsprings. In dem warmen, kristallklaren Wasser schwimmen wir ca. eine Stunde. Dann besichtigen wir Moshi, Hauptstadt der Region Kilimandscharo.
Am 16. Februar, morgens, feiern wir die Hl. Messe in einer Aussenstation und ich fliege dann nach Dar es Salaam. Nach etwa einer Stunde Fahrt bin ich in der Erlöserpfarrei, Vikindu. Im Jahr 1998 haben die Vinzentiner diese Missionsstation eröffnet. Nun ist es eine sehr grosse Pfarrei. Die Pfarrkirche ist modern und gross. Ein grosses Exerzitien–Zentrum ist im Bau und das Noviziat für die Priesteramtskandidaten ist auch dort. Die derzeit 12 Novizen warten auf mich mit dem Abendessen und ich darf dort übernachten.
17. Februar: Die nächste Station ist die Pfarrei Katubuka. Vikindu ist auf der östlichen Seite von Tansania, das bedeutet ein zweistündiger Flug von Dar es Salaam nach Kigoma. Der Flughafen ist sehr klein und liegt am östlichen Stadtrand von Kigoma, der Hauptstadt der gleichnamigen Region. Nach der 20 Minuten–Fahrt sind wir schon in der Pfarrei Katubuka, gegründet im Jahr 1988. Katubuka ist die erste Missionsstation der Vinzentiner in Afrika. Dann fahren mich meine Mitbrüder nach Uvinza, eine Pfarrei mit vielen Missionsstationen, 110 Kilometer von Katubuka entfernt. Neben der Pfarrkirche und dem Pfarrhaus gibt es in der Pfarrei noch eine Schule.
Hier wurde der Wassertank von unserer Pfarrei finanziert (Jubiläumsprojekt 2022).
Am nächsten Tag frühmorgens feiern wir die Hl. Messe in einer Aussenstation der Pfarrei. Dort darf ich eine besondere Erfahrung machen: Während der Hl. Messe wurden 76 Kinder getauft. Auch ich darf taufen. Nicht auf Swahili, sondern Englisch – die Sprache spielt keine Rolle. Chor, Tanz, Gabenprozession, weisse Kleider, Fotos mit Tauffamilien… insgesamt dauert alles ca. 3 ½ Stunden. Eine sehr feierliche Stimmung – Eine unvergessliche Erfahrung.
Nachher fahren wir zur Schule, um den Schulbetrieb und die im Bau befindlichen Wassertanks zu sehen. Die Schule wächst ständig. Das Studentenheim dort wird von den Barmherzigen Schwestern geführt. Der Bau des Wassertanks geht voran. Das Fundament darf ich segnen. Zum Mittagessen bin ich eingeladen und nachher fahren wir zurück nach Katubuka.
=> Fortsetzung folgt