Pfarrer Francis berichtet von Afrika – Teil 11 «Das Ende meiner Afrikareise»
19. Februar ist Sonntag und ich darf in der Pfarrkirche um 9 Uhr konzelebrieren.
Pfarrer Francis,
Es waren etwa 1500 Kirchenbesucher. Um 7.30 Uhr war schon eine Messe und um 11 Uhr wird es für die Kinder und Jugendlichen noch eine geben. Am Nachmittag fahren sie mich zum Tanganjikasee. Der Tanganjikasee (Englisch: Lake Tanganyika) ist der zweitgrösste See in Afrika und der sechstgrösste sowie der zweittiefste See der Erde. Er liegt in den Staaten der demokratischen Republiken Kongo, Tansania, Sambia und Burundi. Wir verweilen in seinem warmen Wasser und nehmen dann das Mittagessen in einem Restaurant ein.
Am 20. Februar am Morgen besichtigen wir das «Museum vom Sklavenhandel». Dort erfährt man, unter anderem, vieles von der Geschichte des afrikanischen Sklavenhandels und von Dr. David Livingstone. Dr. Livingstone war ein Missionar, Entdecker und Anti-Sklaverei-Aktivist. Ein wahrer Held des viktorianischen Zeitalters. Er konnte unter seinen zahlreichen Errungenschaften wichtige Beiträge in den Bereichen Geographie, Missionsarbeit und Abschaffung der Sklaverei leisten.
Am Nachmittag fliege ich zurück nach Dar es Salaam und fahre wieder zur Erlöserpfarrei, Vikindu, wo ich übernachten darf. Am nächsten Tag gibt es ein volles Programm: Besichtigung der verschiedenen Stationen der Pfarrei, Besuch der Barmherzigen Schwestern, die ich schon von Innsbruck kenne. Dann am Nachmittag der indische Ozean und Abendessen in einem Restaurant am Strand mit vielen Fischsorten. Schliesslich übernachte ich wieder im Noviziat, Vikindu.
Dann ist es so weit: Mein Aufenthalt in Afrika kommt zum Ende. Heute Abend, am 22. Februar fliege ich zurück nach Zürich(via Nairobi und Paris). Frühmorgens darf ich mit den Novizen die Hl. Messe feiern, dann frühstücken wir und ich packe. Nach dem Mittagessen werde ich zum Flughafen Dar es Salaam gebracht. Dort wartet ein ehemaliger Schüler, den ich in Indien unterrichte habe, auf mich. Inzwischen arbeitet er in Indien. Welch freudige Überraschung!
Eine weniger schöne Überraschung gibt es später. Mein Flug hat Verspätung. Als ich endlich in Nairobi ankomme, ist mein Verbindungsflug nach Paris schon gestartet. Es hilft alles nichts. Ich verbringe die ganze Nacht damit auf die nächste Verbindung zu warten. Am 23. Februar, frühmorgens darf ich den Flug nach Amsterdam nehmen und lande dann endlich in Zürich.
Es war eine sehr strenge, aber schöne Zeit, mit vielen bereichernden und den Glauben stärkenden Erfahrungen. Ich danke Gott, für diese Erfahrungen.